Wildromantisches Kino-Feeling in Oberbayern
Das idyllische Ruhpolding am Fuß der Chiemgauer Alpen ist nicht nur bei Wintersportlern ein überaus beliebtes Ziel. Auch zahlreiche bayerische Filmemacher haben die Gemeinde im Landkreis Traunstein mit ihrer traumhaften Naturlandschaft als perfekten Drehort für sich entdeckt. Mit der BRB gelangst Du ganz entspannt zu den schönsten Schauplätzen zahlreicher Produktionen, um einen unvergesslichen Ausflug wie im Film zu erleben!
Mit Gänsehaut durch den Märchenwald
Der Märchenwald bei Ruhpolding ist ein spektakulärer, geheimnisvoller Ort. Man sagt, er sei im 13. Jahrhundert durch den Einsturz einer höher gelegenen Felswand entstanden. Heute sind die teils haushohen Felsbrocken von dickem Moos bedeckt und beherbergen eine Vielzahl verwunschener Höhlen und Grotten. Der perfekte Schauplatz für eine Verfolgung durch unheimliche Perchten, wie sie Sebastian erlebt, die Hauptfigur im Film „Wer früher stirbt ist länger tot“.
Perchten sind schaurige Gestalten, die heidnische Naturgeister symbolisieren und im alpenländischen Brauchtum fest verwurzelt sind. Die sogenannten Schiachperchten hüllen sich in wilde Fell- oder Lederkostüme und tragen unheimliche Masken mit Hörnern. Mit diesem abschreckenden Erscheinungsbild und dem Lärm umgehängter Glocken vertreiben sie alljährlich den Winter – und damit auch die bösen Geister der kalten Jahreszeit.
Auch die aus der Nähe von Ruhpolding stammende Drehbuchautorin Lucia von Bredow hat die schaurig-schöne Naturkulisse für ihren düsteren Kurzfilm „Wölfe“ genutzt, in dem sich 2 junge Frauen auf die Jagd nach einem mysteriösen Fremden machen. Du willst den mystisch anmutenden Märchenwald auf eigene Faust entdecken? Dann folgst Du am besten dem leicht zu bewältigenden Rundweg. Und keine Angst: Auf Perchten oder Wölfe wirst Du mit Sicherheit nicht treffen!
Friedliche Drehorte in Ruhpoldings Zentrum
Wenn Du allzu schreckhaft bist, kannst Du alternativ auch einen durch und durch friedvollen Filmort in Augenschein nehmen: Nur etwa 15 Gehminuten vom Ruhpoldinger Bahnhof entfernt triffst Du auf die Treppe, die zum Bergfriedhof der Kirche St. Georg führt. Diese Treppe ist in der bayerischen Kultkomödie „Wer früher stirbt ist länger tot“ von Marcus H. Rosenmüller gleich mehrfach zu sehen. Im Film führt sie hinauf zu dem Friedhof, auf dem die Mutter des Protagonisten Sebastian begraben liegt.
Die Grabszenen wurden allerdings nicht auf dem Ruhpoldinger Bergfriedhof gedreht, sondern bei St. Margarethen nahe Brannenburg. Am Fuß der Treppe hinauf zum Ruhpoldinger Bergfriedhof hängt an einem Baum eine aufwendig geschnitzte Marienstatue. Ein wahres Kunstwerk, das im Film ebenfalls wiederholt von der Kamera eingefangen wird. Genieße den Anblick, bevor Du die Stufen hinaufsteigst und mit einem großartigen Ausblick auf die Bergkulisse rund um das herbstliche Ruhpolding belohnt wirst! Ein schöner Anblick erwartet Dich übrigens auch zurück am Bahnhof in Ruhpolding. Hier wartet der Blumenladen Habe die Ehre. Dieser wird vom Schauspieler und Theaterregisseur Christian Burghartswieser betrieben und bietet mit viel Liebe zum Detail gestaltete Blumenarrangements, besondere Mitbringsel sowie saisonale Dekorationen.